Schwingprüfung: Bewegungsformen aus Sinustests

In der Produktentwicklung und Qualitätssicherung werden Schwingprüfungen nach nationalen und internationalen Normen durchgeführt. Dabei werden zusätzliche Informationen zum Prüfling, die sich leicht aus den vorhandenen Messdaten gewinnen lassen, häufig vernachlässigt. So können Bewegungsformen (Operational Deflection Shapes ODS) aus Sinussweepdaten bestimmt werden. Die Bewegungsformdarstellung gibt Aufschluss über das strukturdynamische Verhalten des Prüflings. Sie hilft dem Testingenieur, die Ursache für Schäden durch Schwingungen genauer zu identifizieren, Aufspannvorrichtungen zu optimieren und mit den Ergebnissen aus FEM-Berechnungen zu vergleichen.

Headexpander Sensoren Zahlen
Headexpander mit Sensoren und Messgitter
Screenshot m+p Analyzer Bewegungsformen
Nichtdeformierte und deformierte Bewegungsform aus einen Sinustest extrahiert bei 1.954 Hz

Der Trend geht zu immer mehr Messkanälen und damit mehr Sensorik auf dem Prüfling. Für die Bewegungsformdarstellung wird die Bewegung des Prüflings im eingespannten Zustand auf dem Schwingerreger zusammen mit Prüfaufnahme, Sensorik, Kabeln, usw. erfasst – also während des echten Tests. Das m+p VibControl Schwingregelsystem erzeugt ein Spektrum für jeden Messpunkt, das in Phase zum Regelkanal gesetzt wird. Diese Ergebnisse werden in die Modalanalysesoftware vom m+p Analyzer Schwingungsanalysator geladen. Die Software erstellt eine Geometrie und ordnet jede Messung einem einzigen Geometrieknoten zu. Nun kann sich der Testingenieur die Bewegungsformen für einzelne Frequenzen ansehen und sie analysieren.

Lesen Sie mehr in dem Artikel “Gain a Deeper Insight”, Automotive Testing International, März 2018.

 

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