m+p Analyzer: Erweiterte Funktionen der 2D Charts

Reihe “m+p Analyzer Grundlagen”

Ausgabe 2: Erweiterte Funktionen der 2D Charts

Bisherige Ausgaben

Der m+p Analyzer bietet vier Charttypen, die spezielle Anforderungen an die Datenanalyse abdecken: 2D Single-Chart, 2D Multi-Chart, 3D Waterfall-Chart und Colormap. In der zweiten Ausgabe unserer Reihe zu den m+p Analyzer Grundlagen beschäftigen wir uns mit den erweiterten Funktionen der 2D Charts.

Chartübersicht mit Zoom

Die Übersichtsfunktion ist hilfreich für das Nachbearbeiten und Betrachten großer Datensätze. Um sich bestimmte Daten detailliert anzusehen, wird ein Zoombereich ausgewählt und in das Übersichtsfeld gezogen.

Beispiel

Chartcursors auf einem Zeitverlauf

Mit vertikalen und horizontalen Cursors lassen sich Messwerte zu bestimmten Zeitpunkten betrachten. Zusätzlich werden nützliche Metriken an den Cursorstellen angezeigt. Mehrere Cursors können mit der „Bandcursor“-Funktion verbunden werden; dadurch verschieben sich die Slave-Cursors zusammen mit dem Master-Cursor in einem definierten Abstand. In Verbindung mit der „Peaksuche“-Funktion können Extreme und ihre relativen Abstände (in Zeit oder Frequenz) so einfach verfolgt und in der Legende des Charts angezeigt werden.

Beispiel

Chartcursors auf einem Spektrum

2D Charts bieten spezielle Cursors für die Analyse spektraler Daten. Der harmonische Cursor zeigt Slave-Cursors an den Frequenzstellen der 1., 2., 3., … Harmonischen ausgehend von der Frequenz des Master-Cursors. Der Seitenbandcursor hingegen zeigt Slave-Cursors mit identischem Abstand links und rechts vom Master-Cursor.

Beispiel

Tachowerkzeug

Das Tachowerkzeug dient dazu, Drehzahlwerte aus einem Tachosignal oder einer Sinuswelle zu extrahieren. Das Werkzeug arbeitet in Echtzeit und kann während der Messung eingesetzt werden, um Drehzahlwerte in Echtzeit zu ermitteln. Die Zusatzfunktionen „Tacho Spline-Fit“ und „Drehzahlextraktor“ sind Teil des m+p Analyzer Softwarepaketes “Drehschwingungsanalyse” und ermöglichen komplexere Verfahren wie das Glätten des extrahierten Drehzahlsignals und das Ermitteln der Drehzahlen aus Schwingungsdaten. Im nachfolgenden animierten Beispiel zeigen wir das Basistachowerkzeug, das zum 2D Chart gehört. Nehmen wir an, dass ein Sinussweep von 20 bis 100 Hz aufgezeichnet wurde. Wir konfigurieren das Tachowerkzeug zur Anzeige der Drehgeschwindigkeit, im Falle unseres Sinussweeps erhalten wir eine Drehzahl von 1200 bis 6000 Umdrehungen pro Minute. Das Ergebnis lässt sich entweder als Cursor auf den Originaldaten darstellen oder als ein neues Signal „Drehzahl über der Zeit“. In unserem Beispiel verwenden wir einen Sinussweep, ebenso können auch die für Messungen mit einem Tachometer typischen reckteckigen Pulsfolgen verwendet werden.

Beispiel

Referenzlinien

Um zuvor erfasste Daten mit den aktuellen Messwerten in Echtzeit zu vergleichen, können Referenzlinien in dem 2D-Chart überlagert werden. Mit dieser Funktion lassen sich aber nicht nur aufgezeichnete Messungen als Referenz darstellen, sondern zum Beispiel auch obere und untere Grenzen beim Messen von Zeitsignalen wie Kräften anzeigen. Die folgende animierte Grafik veranschaulicht, wie ein zuvor erfasstes Spektrum als Referenzlinie definiert und mehrere Impulsantwortmessungen durchgeführt werden, die dann visuell mit der Referenzantwort verglichen werden. Kleiner Tipp: Sie können Referenzlinien schnell hinzufügen, indem Sie beim Drag&Drop einer Messung in das Chart die „Alt“-Taste gedrückt halten.

Beispiel

 

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